AUFTAUEN – Warum es sicher ist, du zu sein (Folge 24)

In dieser Podcastfolge lasse ich dich teilhaben an meinem intensiven inneren Prozess über den Jahreswechsel, der unmittelbar an die Folge ENT-WICKLUNG anschließt. Du erfährst etwas darüber, warum es sicher ist, du zu sein, was die Spur zu deinem ureigenen schönsten Sein ist, wie du trotz Trauma dort hinein auftauen kannst und was für Hindernisse dir auf dem Weg dorthin begegnen.

Wie immer lade ich dich ein, dir zum Hören einen gemütlichen und ungestörten Platz zu suchen, die Augen zu schließen, tief durch den leicht geöffneten Mund zu atmen und dem Nachklang meiner Worte in deinem Körper zu lauschen – er ist die Spur zu dir selbst und dem, was von meinen Worten mit dir zu tun hat. 

Die Reise dauert etwa 33 Minuten.

(Falls hier kein Player eingeblendet ist, kann der Podcast auch bei Podigee, Apple Podcasts, Google Podcasts und diversen anderen Plattformen gehört werden. Einfach nach LebensLiebesLust suchen ;-))

Facebook-Jahresprogramm: Coming home –  Leuchtturm und Anker im Sturm

Hier findest Informationen zum Vertrauensraum für Männer und Frauen

Gemafreie Musik: Endless Love von Frametraxx

3 Kommentare
  1. Doro sagte:

    Wie beeindruckend diese Trance ist, diese Zusammenkunft im Damals. Das Mädchen im Schnee, das dort so so lange sitzt, hat mich tief ins Herz getroffen. Und dieses „fast-erschossen-werden“ und doch zu überleben ist höchst-alptraumhaft und gleichzeitig ein Wunder. In mir taucht die Frage auf, was diese Situation und dieses Bild in dem russischen Soldaten gemacht hat. Ist es wirklich der Gedanke an „verschwendete Munition“ gewesen, sah er seine Tochter oder seine Schwester in ihr oder rührte ihre Unschuld an ihm?

    Ich glaube fest entgegen jeder Rationalität an diese Verbindungen, an das Erbe dieser Situationen, denn ich fühle sie auch in mir. Sie sind auf eine ganz andere Weise wahr, sie sind da, wenn man sie auch nicht beweisen kann. Ich sehe keinen Grund, warum man hier dem was sich zutiefst real anfühlt, nicht vertrauen sollte.

    Spannend finde ich wie wir aber damit umgehen. So spüre ich das unbändige Verlangen, etwas verändern zu wollen, helfen, retten, Lösungen zu finden …. Und in mir gibt es Zweifel, ob es das ist, was passieren soll. Wie schwer es ist, einfach Zeuge zu sein, hinzuschauen und nichts zu tun. Was hätte das für einen Sinn? Eigentlich macht das keinen Sinn, natürlich scheint die Aufgabe darin zu liegen, diesen Kindern ihre Situation zu erleichtern. Es gibt aber einen Unterschied zu realen Kindern (die natürlich aus solchen Situationen ohne Frage sofort gerettet werden müssen). Ich glaube, hier geht es um Verstehen. Mich zu dem Mädchen in den Schnee zu setzen und mich von der Wucht dieses Bildes erfassen zu lassen. Mich zu erschüttern zu lassen, zu begreifen, was da drin ist und diese krasse Kraft zu sehen, die sie hatte, ihm in die Augen zu sehen, den Tod zu sehen.

    Was, wenn der Russe menschlich war, wenn er nicht an die vergeudete Munition, sondern an ein kleines Mädchen in Russland dachte bei ihrem Anblick. Was, wenn sein Herz ergriffen war, er menschlich wurde. Ein Band ist zwischen den zweien, höher als wir es ahnen, was, wenn es so sein soll, da nichts ist, was gerettet werden müsste. Was, wenn wir uns selbst und unser Verlangen, etwas tun zu müssen an die Hand nehmen und uns darum kümmern? Das in den Arm nehmen.

    Schön, dass Ihr beieinander seid. Dass Du das sehen kannst, was in ihr, in Dir ist. Ein ganz anderes Verständnis zwischen Mutter und Tochter kann hier entstehen, was sicherlich viel eigenes Trauma aus der eigenen Kindheit in anderem Licht erscheinen lässt.

    Danke von Herzen für diese mutigen, tiefen Innenwelten

    Doro

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    • Christina Sogl sagte:

      Liebe Doro, wie schön, so viel Anteilnahme von dir zu spüren! Ja, das Bezeugen ist in meinen Augen existenziell wichtig, DAMIT Trauma auftauen kann. Bei Trauma zerreißt das Leben und bleibt in Endloskreisen stecken, wo Leben weiter fließen möchte. Darum finde ich aber das Weiterfließen superwichtig. Tut es vielleicht auch von selbst – irgendwie – aber ich erlebe das als Privileg, es ganz langsam, immer in Minihäppchen, mit gestalten zu können und zu erleben, wie sich Dinge dadurch verändern. Ich kenne auch Fälle, wo das Bezeugen machtlos ist gegen das am Trauma Festhalten, weil es zur eigenen Identität geworden ist, die es bei allem Leid schwer ist loszulassen. Liebste Grüße, Christina

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